Kalkfarbe


Inhaltsstoffe:


  • Mehrjährig eingesumpfter Sumpfkalk
  • Marmormehl: als Füllstoff
  • Birkencellulose: zusätzliches Bindemittel
  • Chinaclay (Porzellanerde): Zur unterstützung der Streichfähigkeit


Anwendung und Geschichte:


Kalkfarben sind Schimmelhemmend und Atmungsaktiv. Sie können auf alle mineralischen Untergründe aufgemalt werden. Durch die austrocknende Wirkung, sind sie beliebt in Kellern von alten Häusern. Auch im Aussenbereich kann sie Jahrzehnte überdauern. Durch eine sehr gute Verbindung mit dem Untergrund (Karbonatisierung) wird sie extrem standhaft und Wetterfest.

 Sie ist aber auch als Wohnraumfarbe sehr gut geeignet. Mit einem Quast (grosser Pinsel) aufgetragen, ergibt sich ein schönes Strichbild.

Kalkstein und Marmor wurden schon in der Antike abgebaut und verarbeitet. Die Römer führten den Kalk als Baustoff in Germanien ein und entwickelten die Kalkbrenntechnik zu einem hohen industriellen Standard. Beim Kalkbrennen werden rohe, vom Steinbruch kommende Kalksteine auf 900 bis 1200 °C erhitzt. Gibt man Wasser hinzu entsteht Das Bindemittel Sumpfkalk.

Leimfarbe


Inhaltsstoffe:


  • Kreidemehl: Ein einfach abzubauendes, in grossen Mengen verfügbares Mineral
  • Marmormehl: Für ein strahlendes Weiss
  • Birkencellulose: Bindemittel
  • Chinaclay (Porzellanerde): Zur Unterstützung der Streichfähigkeit

 

Anwendung und Geschichte:


Leimfarben sind wasserlöslich und ein wenig auskreidend. Sie werden daher vorwiegend dort verwendet, wo man mit den Kleidern nicht ankommt. An Decken zum Beispiel, finden sie eine sinnvolle Verwendung.

Sie sind Atmungsaktiv und geben ein gutes Raumklima. Es ist eine vollständige Naturfarbe und darf daher kompostiert und wieder dem natürlichen Zyklus zurückgegeben werden.

Es ist wohl die einzige Wandfarbe, die man mit blossem Wasser abwaschen kann. Dies verschafft einige Vorteile: Bei einer Renovation, kann man sie mitsamt Schmutz abwaschen und ist wieder zurück auf der ursprünglichen Oberfläche. Dies ist Ethisch sauber und verhindert eine immer dicker werdende Farbschicht, die irgendwann an Scharm verliert.

An Orten starker Verschmutzung, z.B. in der Küche, ist es daher auch empfehlenswert mit Leimfarbe zu arbeiten.

Leimfarben haben eine lange Geschichte, Sie wurden bereits vor 6000 Jahren, von den alten Ägyptern hergestellt und verwendet. Die Inhaltsstoffe waren angepasst an die Verfügbarkeit vor Ort.

Kaseinfarbe


Inhaltsstoffe:

  • Kreidemehl: Ein einfach abzubauendes, in grossen Mengen verfügbares Mineral
  • Marmormehl: Für ein strahlendes Weiss
  • Pflanzliches Kasein von der Sojabohne: Bindemittel
  • Birkencellulose: zusätzliches Bindemittel
  • Chinaclay (Porzellanerde): Zur Unterstützung der Streichfähigkeit


Anwendung und Geschichte:


Kaseinfarbe ist dauerhaft und atmungsaktiv. Sie eribt ein sehr gutes Wohnklima. Durch das aushärten des Kaseins nach 2 Monaten, wird sie extrem hart, langlebig und wischfest.

Sie ist die Königin der Naturfarben. Mit einem Quast (grosser Pinsel) aufgetragen, ergibt sich ein schönes Strichbild, welches je nach Untergrund und Pigmenten besser oder weniger gut sichtbar ist. Sie ist praktisch nur als Wohnraumfarbe geeignet, da sie nicht gerne Feuchtigkeit hat und somit auch dem Wetter nicht ausgesetzt werden darf.

Milcheiweiße lassen sich schon in der Höhlenmalerei finden. Die Kaseintechnik wurde von den Römern angewandt und weiterentwickelt.

Manuel Heusser


Malerei für natürliche Anstriche und Verputze

Kontakt

078 600 95 95

Schwanden 562

8718 Schänis

Einzelunternehmen


CHE-246.502.537


© Copyright. All Rights Reserved.